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Das Pastellbild ist fertig - was nun?

Pastellbilder fixieren

Mich haben einige Fragen diesbezüglich erreicht und ich weiß aus eigener Erfahrung: Ist man erst einmal fertig mit seinem Werk und hat stundenlang liebevoll die Pastellkreide aufgetragen, möchte man auf gar keinen Fall riskieren, dass das Bild Schaden nimmt.

Vielleicht stehst auch du vor der Frage, ob du deine Pastellbilder fixieren solltest oder eher nicht. Im Internet und unter Künstlern gehen die Meinungen dazu auseinander. Am ehesten stellt sich die Frage nach dem Fixativ, wenn das Bild verschenkt und dabei vielleicht gar mit der Post verschickt werden soll.

Früher habe ich meine Bilder fixiert (s. altes Foto), was aufgrund des stark riechenden Sprays immer im Freien geschehen sollte. Angeblich funktioniert hierfür auch Haarspray, aber das habe ich selbst nicht ausprobiert.
Immer aus einigem Abstand sprühen und nicht zu nass werden lassen. Heute fixiere ich nicht mehr, da mir die Nachdunklung nicht gefällt.

Wann Fixieren Sinn macht und welche Alternativen es gibt

Zwischenfixieren

Fixieren kann man nicht nur am Ende des Zeichenvorgangs, sondern auch zwischendurch. Dies kann für manche Motive günstig sein. Hat man eine grundlegende Farbschicht für z.B. einen Himmel oder eine Wiese aufgebracht, und möchte man "ungestört" darüber zeichnen, kann ein Zwischenfixieren ungewünschtes Vermischen deutlich reduzieren. Da ich persönlich gerne die Farben ineinander male, nutze ich das nicht.

Bild versenden

Du möchtest dein Bild sicher aufbewahren und haltbar machen? Wenn du das Bild für dich selbst aufbewahrst, lies den letzten Punkt. Für einen sicheren Versand kann Fixieren nützlich sein - aber auch dann hält die Kreide nicht zu 100% und das größte Problem ist der Verlust der Helligkeiten. Nach meiner Erfahrung dunkeln vor allem hellere Kreiden und die wichtigen Highlights und Lichtpunkte besonders stark nach. Das kann leider recht enttäuschend sein, da das Bild mitunter dann einfach flau wirkt.

Ich habe für den Versand schon Folgendes getan, ohne zu Fixieren: Das Bild zwischen zwei stabile Pappkartons in exakt derselben Größe legen. Die Kreideseite mit Frischhaltefolie oder Backpapier abdecken (es muss glatt sein). Das Abdeckmaterial darf nicht herum rutschen, und kann mit einem Tesafilm an mehreren Seiten mit dem hinteren Pappkarton verklebt werden. Beide Pappkartons sollten fest aufeinander liegen und können ebenfalls mit Tesafilm gegen Verrutschen gesichert werden.

So lange zwischen den Pappkartons nichts rutscht, bleibt auch die Kreide drauf. Wenn ein paar lose Pigmente abgehen, schadet das meiner Ansicht nach weniger als das Verdunkeln durch das Fixativ.
Dem Empfänger muss mitgeteilt werden, dass er die Tesas vorsichtig durchtrennen muss und danach die Kreide nicht anfassen darf. Er sollte sein Bild am besten hinter Glas rahmen - s. nächsten Punkt.

Aufbewahrung zu Hause

Hier ist natürlich ein Glasrahmen sehr geeignet. Das Bild kann auf dem Passepartout mit ein paar doppelseitigen Fotoklebern fixiert werden.
Wenn man nicht alle eigenen Werke rahmen möchte: ich bewahre meine Bilder ohne Fixierung in einer Zeichenmappe auf. Diese hat durchsichtige Folien-Einschübe, die ich als Trennseiten benutze.

Und jetzt: viel Erfolg bei deinen Pastellkreidebildern und deren Aufbewahrung!

Welche Erfahrungen hast du?

Gehörst du zu den überzeugten Fixierern - oder eher nicht?

Schreib mir gerne deine Fragen unten in einen Kommentar zu diesem Artikel oder sende mir deine Zeichenversuche - ich freue mich.

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Immer viel Spaß beim Zeichnen wünscht

Anja von Mal-einfach-mit!

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